Tierheimleitung

Frau Wengler, was hat Sie dazu veranlasst, mit Tieren zu arbeiten?

Seit ich denken kann möchte ich mit Tieren arbeiten. Meinen Traumberuf Tierpfleger habe ich über mehrere Umwege gemacht und bin froh das ich mich davon nicht habe abbringen lassen. Zudem war es mir auch immer ein Anliegen in einem Tierheim zu arbeiten, da das meiner Meinung nach den Tieren mehr hilft als im Labor oder im Zoo.

Wie sind Sie zur Arche Noah gekommen?

Ich habe mich schon vor gut 2 Jahren mal wegen eines Nebenjobs erkundigt, leider war zu diesem Zeitpunkt kein Bedarf. Wenn es meine andere Arbeit zuließ hab ich ab und an ehrenamtlich vorbeigeschaut, zu einer festen Anstellung als Aushilfskraft kam es erst Anfang August letzten Jahres als der erste Vorstand Jürgen Weiß auf mich zukam und mir von einem Mitarbeitermangel berichtete und den Vorschlag für einen Aushilfsjob unterbreitete. Also kündigte ich einen meiner beiden Jobs und fing in der Arche an.

Was hat Sie an der Arche Noah überzeugt, sodass Sie das Ihnen unterbreitete Angebot als Tierheimleitung zu arbeiten annahmen?

„Überzeugt“ hat mich zu dem Zeitpunkt eigentlich nur an den momentanen „Zuständen“ etwas ändern zu können.

Wie wird man Tierheimleiterin?

Rein rechtlich braucht man einen Sachkundenachweis. Der bei mir durch meine staatlich anerkannte Ausbildung gegeben ist.

Was für Aufgaben haben Sie im Tierheim Arche Noah?

Erstmal genau die gleichen Aufgaben wie die anderen Pfleger auch: Füttern, Zwinger putzen, Beschäftigung der Tiere, Wäsche waschen und sonstige Aufgaben die in einem Tierheim so anfallen.
Außerdem noch Tierarzttermine bzw. Besuche, Vermittlungen (Vorkontrollen, Schriftliches), die Betreuung unserer Facebookseite und zu guter Letzt, die Einteilung der Dienste, damit auch täglich genug Leute zur Versorgung der Tiere vor Ort sind.

Sie arbeiten bereits seit Januar als Tierheimleitung, was haben Sie bis dato verändert?

Die Veränderungen/Verbesserungen die es gab sind nicht einer einzelnen Person zu verdanken sondern dem gesamten Team! Von motivierten Mitarbeitern, dem Vorstand bis hin zu zahlreichen ehrenamtlichen Helfern. Ohne ein Zusammenspiel dieser ganzen Leute wäre nicht einmal die kleinste Veränderung möglich gewesen.

Unsere Quarantänestation wurde renoviert, das heißt, ein richtiges Waschbecken (mit Warmwasser) wurde angebracht, geschlossene Schränke wurden eingebaut und alles wurde im Großen und Ganzen so eingerichtet dass es möglich ist hygienisch und sauber zu arbeiten.
Außerdem wurde in unsere Zwingerhütten überall eine extra Hundehütte eingebaut. Dieses Hütte-in-Hütte-System ist für unsere Hunde, gerade im Winter; eine enorme Bereicherung, da sie sich in diesen kleineren Hütten mit ihrer eigenen Körperwärme viel besser warmhalten können.

Desweiterun gab es in Büro und Futterküche einige kleinere bis größere Veränderungen wie zum Beispiel, neue Stauräume für Futter und Näpfe oder frisch gestrichene Wände um alles für die Besucher etwas freundlicher zu machen. In Arbeit bzw. Planung sind außerdem ein großzügiges Außengehege für unsere Kleintiere sowie die „Aufhübschung“ und Pflege unserer abgenutzten Hundewiesen.

Wie gefällt Ihnen die Arbeit im Tierheim – entspricht es Ihren Erwartungen?

Ja mir gefällt die Arbeit gut, trotz Routine ist jeder Tag anders und es wird einem nie langweilig. Ich kenne das aus meinen vorigen Arbeitsstellen und denke dass das einem „normalen“ Tierheimalltag nahe kommt.

Wie gestaltet sich Ihrer Meinung nach die Zusammenarbeit mit den Kollegen?

Sie gestaltet sich meiner Meinung nach sehr gut, jeder hilft jedem, es herrscht ein angenehmes Klima und ich habe den Eindruck dass alle gerne hier arbeiten.

Vorstand und Tierheimleitung arbeiten eng zusammen. Entspricht die Zusammenarbeit Ihren Vorstellungen, oder haben Sie Verbesserungsvorschläge?

Als ich Ende letzten Jahres gefragt wurde ob ich die Leitung übernehmen würde, war mein ausdrücklicher Wunsch eine enge Zusammenarbeit mit bzw. Unterstützung durch den Vorstand. Ich bin mit der derzeitigen Aufgabenverteilung sehr zufrieden und hoffe dass diese Harmonie weiterhin bestehen bleibt.

Die Zukunftsperspektiven des Tierheims sind momentan noch ungeklärt. Was werden Sie persönlich dazu tun, um die Zukunft der Arche Noah zu sichern?

Ich werde natürlich mein Bestes geben, um zusammen mit dem Vorstand, den ehrenamtlichen Helfern, den Sponsoren und den Unterstützern der Arche Noah einen gesicherten Ankerplatz zu geben.